Die Tarantel

Die Tarantel ist wie die Vogelspinne eine Riesenspinne. Sie gehört zur Familie der Wolfsspinnen und kommt ursprünglich aus der italienischen Region Apulien. Der Name Tarantel stammt vom Ort Tarent ab.

Aussehen und Maße

Eine Tarantel hat 6 Augen

Eine Tarantel hat 6 Augen

Mit einer Körperlänge von zwei bis drei Zentimetern ist die Tarantel die größte Art in der Familie der Wolfsspinnen. Die Literatur spricht gar von einer Länge von vier Zentimetern. Die grau bis schwarze Kopfbrust ist mit einem hellen mittig zentrierten Streifen verziert. Der Hinterleib ist hellgrau mit dunklen und gewinkelten Streifen. Oft sind die Beine der Tarantel deutlich gestreift, ist aber nicht immer der Fall. Sie besitzt zwei große und sechs kleine Augen. Die großen Augen werden zur Jagd eingesetzt, die kleinen zur Wahrnehmung des Lichts.

Lebensweise und Fortpflanzung

Die Tarantel ist nachtaktiv. Tagsüber verkriecht sie sich in ihrer Wohnhöhle, die sie nachts verlässt, um auf Jagd zu gehen. Ab und zu ist sie aber auch am Tag anzutreffen. Wer glück hat, kann sie aus ihrer Wohnhöhle hinausschauen sehen, es kann aber auch sein, dass sie sich tief in ihre Höhle hineinfallen lässt. Mit einem Grashalm ist sie schnell herauszulocken.

Ob ein Weibchen paarungsbereit ist, erkennt das Männchen am Geruch. Während der Paarung führt das Männchen die mit Samenflüssigkeit gefüllten Pedipalpen in die Geschlechtsöffnung des Weibchens ein. Dort setzt er zur Befruchtung das Samenpaket ab. Danach hat das Männchen seine Schuldigkeit getan, und das Paar trennt sich wieder. Das Austragen der Eier und die Aufzucht der Jungen übernimmt alleine das Weibchen. Die Mutter hält die Eier und später die Jungspinnen am Hinterleib fest.

Das Gift der Tarantel

Wie fast alle Spinnen besitzt auch die Tarantel Giftdrüsen und einen Giftkanal. Für den Menschen ist das Gift der Tarantel eher ungefährlich. Es ist so gut wie nie tödlich, wenn man nicht allergisch auf das Gift reagiert. Selbst dann ist die Chance, daran zu sterben verschwindend gering, wenn ein Arzt zu Rate gezogen wird. Oft treten lokale Schmerzen, Schwellungen und Juckreiz aufs kann auch zu Kopf- und Muskelschmerzen sowie Entzündungen und Geschwülsten kommen. Auch Angstzustände und Bewusstseinsstörungen wurden beobachtet.

Ernährung

Auf ihrer Speisekarte stehen Klein- und Kriechtiere wie Insekten, andere Spinnen, junge Mäuse oder Lurche. Im Gegensatz zu anderen Wolfsspinnen geht die Tarantel nur an Land auf Jagd und verlässt dabei ihre Wohnhöhle in der Erde. Die Spinne springt mit einem Satz auf das Beutetier und beißt blitzschnell zu, wobei sie die Beute mit dem tödlichen Gift injiziert. Danach saugt sie das Beutetier aus und hinterlässt haut und die Panzer von Käfern.

Ökologie

Die Tarantel gehört nicht zu den gefährdeten Tierarten.

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